Berufspädagogik

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KV Business School Zürich März 17, 2010

Einsortiert unter: Uncategorized — pfdias @ 9:09 pm

Heute haben wir die Business School in Zürich besucht, die grösste KV Schule in der Schweiz mit um die 4200 Schüler und 230 Lehrer. Die Atmosphäre dort glich der einer Universität. Das Gebäude war riesig und die überwall waren Menschen, für eine Schule überwältigend. Allein die äussere Infrastruktur wäre eine hervoragende Vorbereitung auf die Universität, wenn man nach der Ausbildung an der Business School sich dann doch entscheidet zu studieren, dann fühlt  man sich nicht mehr von der Grösse und der Menge erschlagen. Ich selbst habe mein Abitur an einer kleinen Schule gemacht und fühlte mich dann auf dem riesigen Campus der Universität Frankfurt erst einmal ziemlich verloren, ich brauchte ein ganzes Semester um mich an die Grösse zu gewöhnen.

Der Nachteil der Grösse wie Herr Portenier uns darlegte liegt vor allem in der Kommunikation, man kann nicht mit allen 230 face to face kommunizieren. Die Kommunikation verläuft hauptsächlich per email, alle zwei Wochen erhalten sie eine News über das Führungsteam, Neuerungen in der Berufsbildung und Weisungen.Es ist sehr schwierig ein “corporate spirit” aufzubauen, weil man sich nicht so häufig sieht.

Dier Schule bildet nach drei Profilen aus,  B, E, M Profile, ingesamt sind das 60 Klassen, um in das M Profil zu gelangen muss man eine Aufnahmeprüfung bestehen. Herr Portenier erwähnte auch das Problem der unterschiedlichen Zeugnisse und ihre Verlässlichkeit, daher würden Betriebe ein standardisierten Test verlangen, der dann von Lerhlingen verlangt wird. Multicheck ist eben so ein standardisierter Test, doch das garantiert nicht dass man den Anforderungen an der Berufschule gerecht wird.

Was mich besonders beeindruckt hat war die Mediothek,  nicht die Menge an Medien sondern man legt Wert auf den Wohlfühlfaktor, der Bibliothekar Herr Wahl  führte uns durch die Räumlichkeiten, die sehr angenehm waren. Es war der für mich der schönste Ort der ganzen Schule. Sie haben Computerspiele (Fussball und Tennis) wurde online gespielt und drei Schachbretter standen da, der Bibliothekar versicherte uns, das alles rege benutzt werde. Dieser Generation der “digital natives” müsse man das Lernen mit  und durch Spiele  einen Raum geben. Alles in allem war es ein Rückzugsort für Lernende, die aufgrund  ihres hohen Arbeitspensums, solch einen Ort brauchen.

In jedem Klassenzimmer gibt es einen Hinweis auf psychologische Betreuung, die die Schüler gegebenenfalls in Anspruch nehmen können. Diese Betreuung wird von den Lernenden regelmässig und im guten Umfang genutzt, sodass man sich mit anderen Care Teams (Care Team Flughafen) zusammengeschlossen hat. Welche Probleme haben die Schüler, Herr Herth meint, dass die Probleme angestiegen sind, aber meist sind sie privater Natur, wie zum Bsp. ich werde geschlagen, meine Eltern aktzeptieren meinen albanischen Freund nicht oder ich bin Muslimin was soll ich tun?

Es wird viel Wert auf die Sprachenzertifikate in den Sprachen Englisch und Französich  gelegt. Alle Schüler werden auf das FCE vorbereitet und nehmen an der Prüfung teil. Herr  Wölfl betonte die relative Unsinnigkeit von Werken wie Shakespeare und Moliere, denn man müsse ja in der realen Welt kommunizieren.

Die Frage, die sich mir hier stellt, denken seine Schüler und Lehrerkollegen ebenso??? Schön wäre es doch, wenn jede Kauffrau und Kaufmann und und sonst wer einmal in die Welt von Shakespeare und Moliere hinabtaucht und dann für sich alleine beurteilen würde, ob und inwieweit in diese Texte neue Perspektiven eröffnen. Liegt es denn nicht am Dozenten, Interesse zu wecken sowie die Möglichkeit zu geben, Dinge zu lesen zu denen sonst keinen Zugang besteht.

Frau Brunner führte uns durch die Räumlichkeiten, dieser Rundgang ermöglichte einen Einblick in die Möglichkeiten, die die Schule zu bieten hat. Der gelbe Kopierraum hat mich beeindruckt, da der tief unten im Keller lag. Der Mensch der hier arbeitete, dessen Namen und Bild ich auf der Homepage der Schule nicht ausfindig machen konnte, war ganz in gelb gekleidet. Hose, Socken, Schuhe, ja alles sogar das Brillengestell waren gelb. Die Wände waren gelb gestrichen und überall lagen gelbe Gegenstände herum. Wieviel Zeit verbringt er wohl in diesem Keller ohne Tageslicht? Wohl einige Zeit, sonst hätte er nicht das Bedürfniss das Tageslicht einzufangen. Ein Mann, der mit Stolz von seiner Arbeit mit den Kopiermaschinen erzählte und doch überheblicherweise fühlte ich Mitleid, vielleicht zu Unrecht.

Vielleicht hat es die gleiche Symbolkraft wie die quitschgelben Enten, die im “Märtplatz” zu sehen waren, eine Aufheiterung, ein Spass, einfach so aus Jux und Dollerei!? Wie Jürg Jegge sagte, es ist die Unbekümmertheit der Ente, die ihn begeistert. Vielleicht braucht man auch so eine Farbe oder eine Ente wenn, die Räume oder die Menschen nicht ganz so unbekümmert sind.

 

Eine Antwort zu „KV Business School Zürich“

  1. [...] Blogeinträge zur Exkursion: hier & hier & [...]


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